Rom – Tag 1

Der Mittagsflug von Zürich aus bei wolkenlosem Himmel zeigte mir wieder einmal, wie wunderschön die Schweiz ist. Ich hatte von meinem Fensterplatz aus schöne Sicht auf die Stadt Zürich, den Zürich- , Zuger- und Vierwaldstättersee und die schneebedeckten Alpen. Italien von oben war hingegen wie meistens beim Fliegen; der Flieger war kaum über die Grenze, verdeckten Wolken die Sicht zum Boden.

In Rom angekommen ging es spurgebunden mit dem Leonardo-Express zum Hauptbahnhof Termini, wovon mein Hotel noch gute 15min Marschweg entfernt war. Der ganze Weg war mit Pflastersteinen bedeckt. Die Strassen zu belegen muss ja eine mühsame Arbeit gewesen sein, dachte ich mir. Schnell eingecheckt und meinen Koffer ins kleine Zimmer vom Hotel Apollo platziert, nun konnte der Stadtbesichtigung nichts mehr im Wege stehen. Wenn man aus dem Hotel auf die Strasse tritt und nach links schaut, sieht man entfernt schon das Colosseum. Dies wird wohl mein erstes Ziel sein, beschloss ich spontan.

Leider war es schon nach sechzehn Uhr und das Colosseum hatte bereits geschlossen. Die Besichtigung des Innern muss ich wohl auf einen anderen Tag verschieben. Nachdem ich die antike Arena einmal umlaufen habe, ziehe ich mit dem grossen Touristenstrom weiter. Ich komme am Forum Romanum vorbei und steige auf den Kapitolshügel. Ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus! Das ist ja gewaltig, was die Menschen in der Antike hier errichteten. Da sind im Vergleich die Pflasterstein-Strassen gerade zu lachhaft.

Gewaltig ist auch das Vittoriano am Piazza Venezia. Zwei Soldaten der Schweizergarde bewachen das gigantische Bauwerk.

Als ich am Pantheon angekommen bin, hat die Sonne bereits dem Mond platz gemacht. Von Aussen sieht das Pantheon schon gewaltig aus, die riesengrossen Säulen stützen das Vordach. Als ich jedoch das Innere betrat, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das Gebäude ist ein einziger grosser Raum mit einer grossen halbrunden Kuppe. Alles ist mit verschiedenem Marmor verziert. Gewaltig welche Arbeit hier die Menschen vor zweitausend Jahren vollbrachten, um das Gebäude mit den sechs Meter dicken Mauern aufzubauen!

Ich gehe wenige Strassen weiter zum Piazza Navona und tanke Energie mit einem saftigen Rindsstück und gebratenem Gemüse. Ein Tiramisu und Kaffee hatte natürlich auch noch platz.

Meine Füsse tragen mich weiter zur Tiberinsel und zurück Richtung Piazza Venezia, wo inzwischen die Gebäude und Foren wunderschön beleuchtet sind. Ich bin überwältigt von dieser antiken Stadt. Mittlerweile ist es schon richtig Nacht geworden und die Strassen lehren sich langsam.

Kurz zurück im Hotel schnappe ich mir den Laptop und setze mich anschliessend bei einem Restaurant um die Ecke nieder, um den Tag mit einem feinen Glas Rotwein und diesem Tagebucheintrag review passieren zu lassen.

Beitrag mit Bilder: http://philentina.blogspot.ch/2016/01/rom-tag-1.html