Beim Boarding werde ich von einer Person beiseite genommen und wurde ausgefragt, wiso ich nach Australien reise und was ich da so vorhabe. Auf das war ich gar nicht vorbereitet und war ein kleiner Schock. Er liess mich jedoch schnell weiterziehen. Bevor wir ins Flugzeug steigen konnten, wurde das Handgepäck kontrolliert. Wir durfen kein Wasser nach australien mitnehmen. Die frisch gekaufte, unverschlossene Wasserflasche wurde mir abgenommen. Die Snacks durfte ich jedoch behalten.
Ich verlasse HongKong mit einem Nachtflug der HongKong Airlines in Richtung Australien. Der Flieger ist noch leerer als der beim Hinflug. Jeder Passagier hat eine eigene Sitzreihe. Leider haben hier die äusseren Reihen nur zwei Sitze, da ist das horizontale Liegen nicht bequem.Aber ich kann sowiso kein Auge zu machen, ich bin zu aufgeregt. Ohne Schlaf, aber trotzdem recht fit, lande ich 9 Stunden später in Gold Coast. Hier habe ich einen Zwischenstopp, bevor es nach Cairns zum Endziel weitergeht. Eigentlich geht es ja nicht weiter, sondern zurück. Cairns hatte ich vor zwei Stunden schon von Oben gesehen.
Ich sitze wieder im genau gleichen Flieger. Der Pilot begrüsste und mit „Willkommen auf den Flug nach HongKong“… ich ich erschrak kurz und dachte ich fliege wirklich wieder zurück! Nach einer kurzen Schluckpause kam dann aber das „mit einem Zwischenstop in Cairns“ nach. Huff!
Diesmal hat es nur eine Handvoll Personen an Board. Ich kann den Sitzplatz aussuchen, der mir am besten gefällt. Die meisten Passagiere werden wohl erst in Cairns zusteigen. Beim Start sitze ich auf der rechten Seite am Fenster. Auf dem Bildschirm am Sitz vor mir lasse ich einen neuen Film laufen, auf dem Bildschirm nebenan lasse ich die Flugroute anzeigen. Das gleiche mache ich auf der linken Seite des Fliegers. Während dem Flug wechsle ich ab und zu von links nach rechts, je nach dem was sich gerade unter uns befindet. Ich sehe unter anderem Gold Coast, Brisbane, die Withsunday Inseln und einige Teile des Great Barrier Reefs. Was für ein schöner Flug!
In Cairns müssen alle aussteigen. Jedoch nur zwei weitere Personen haben hier Endstation und gehen auch in Richtung Ausgang.
Die Passkontrolle geht unerwartet schnell und auch das Gepäck war dan schnell am Band. Kein Wunder, wenn nur drei Koffer ausgeladen werden müssen. Danach wurde das Gepäck durchleuchtet und ich wurde nochmals nach unterlaubten Dingen gefragt.
Peter, mein Homestay-Father, wartet sitzend in der kleinen Ankunfthalle und haltet ein Schild mit meinem Namen in der Hand. Eine kurze Begrüssung und etwas Smalltalk, und wir gehen auf den Parkplatz zum Auto. Ich wollte schon auf der rechten Seite einsteigen, ich bemerkte jedoch den verwunderten Blick von Peter und ich erinnerte mich gleichzeitig daran, dass hier ja Linksverkehr ist.
Bevor er mich nach Hause brachte, zeigte er mir noch, wo die Schule sich befindet und wo ich dann mit dem Velo entlang fahren kann. Das Zuhause für die nächsten sechs Wochen ist fünf Kilometer von der Schule entfernt. Ich kann den Bus nehmen oder das Velo, das in der Garage dafür bereitsteht.
Das Haus besteht aus zwei kleinen Gebäuden. Im Ersten ist die Garage, das Wohnzimmer und die Küche, im anderen Gebäude drei Schlafzimmer und zwei Badezimmer. Dazwischen ist ein überdachter Sitzplatz. Rund um das Haus sind sehr viele verschiedene Tropische Planzen, die Meisten tragen Früchte. Dulcie, seine zweite Ehefrau, kommt wenig später von ihrer Arbeit zurück und wir sitzen mit den Nachbarn zusammen und trinken ein Bier.
Ich habe wirklich Glück und habe einen Wunderschönen Platz zugeteilt bekommen mit vielen sehr netten Menschen.



