Tauchgänge in Sanur

Es liegen nur noch wenige Ferientage vor uns und wir müssen langsam das erledigt haben, was wir uns vorgenommen haben. Dazu gehört auch das Tauchen, was zu den Gründen gehörte, warum wir auf Bali gelandet sind.

Im Vorfeld der Reise habe ich mir verschiedene Tauchcenter in der Nähe unseres Hotels herausgesucht und habe diese am letzten Freitag der Reihe nach abgeklappert. Mein Ziel war es, gleich beim Riff vor unserem Strand Tauchgänge zu buchen, denn so bin ich nur kurze Zeit weg und Valentina nicht den ganzen Tag alleine.
Doch leider bieten all diese Tauchcenter nur Tauchgänge in den beliebten Tauchregionen an, zu den man zuerst noch zwei Stunden Fahrzeit nur schon für den Hinwegen auf sich nehmen muss.

Als wir am Samstag am Strand unser Mittagessen zu uns nahmen, sahen wir Boote anlegen, die Tauchausrüstung ausluden. Natürlich habe ich diese Taucher gleich angesprochen und ich wurde auf eine kleine Tauchbasis gleich um die Ecke verwiesen. Dort konnte ich nun für heute Morgen meine gewünschten Tauchgänge in Sanur buchen, zu einem sehr guten Preis.

Heute um neun Uhr ging es los. Zusammen mit meinem Dive-Guide, zwei Schnorchler aus Lettland und dem Bootsfahrer bestiegen wir das kleine Boot, das uns in wenigen Minuten zum vorgelagerten Riff führte.
Die beiden Tauchgänge, die ich an zwei unterschiedlichen Plätzen absolvieren durfte, konnte man natürlich nicht mit dem Roten Meer vergleichen, doch es war besser als erwartet. Es gab hier sehr grosse Fische, der grösste war ein länglicher Kugelfisch, etwa 1.5 Meter lang, der neugierig neben uns her schwamm. Auch Schwärme von grossen, falterfischähnliche Fischen, in deren Mittelpunkt ich mitschwimmen durfte, brachten mich zum Staunen.
Beide Tauchgänge waren in etwa gleich: Auf der einen Seite das Riff, auf der anderen Seite Sandboden. Da wir nur gegen zehn Meter tief tauchten, reichte die Luft jeweils für fast 50 Minuten. Auf dem Sandboden habe ich bei beiden Tauchgängen je einen Blaupunktrochen gesehen. Mein Guide hatte gute Augen für kleinere Dinge, die ich sehr schätze. Er zeigte mir zum Beispiel diese wunderschöne, berühmte Prachtperlschnecke und einen Geisterpfeifenfisch.
Die Vielzahl an Korallen war nicht gross, doch die Grösse einzelner Korallen hatte mich erstaunt. Es hatte zum Beispiel eine Pilzlederkoralle, in der ich mich locker hineinlegen könnte. Die gleiche Zuhause ist zum glück nicht so gross. Allgemein hatte es mehr Weichkorallen als Steinkorallen. Anemonen mit Anemonenfische gab es aber auch.

Valentina hatte in dieser Zeit ausgeschlafen, so dass sie von meiner Abwesenheit fast nichts merkte, denn kurz nach 12 Uhr war ich auch wieder zurück, und wir genossen den Nachmittag gemeinsam am Strand.

Gegen Abend hatten wir wider Lust auf Tennis. Da der Tennisplatz immer unbenutzt blieb, und ich beim Reservieren des ersten Tennisversuchs sah, dass der Reservationsklender noch völlig leer war, dachten wir, wir könnten auf eine Reservierung verzichten, und gingen ohne Spielen, da sowiso niemand anderes kommen würde, was diesmal aber nicht der Fall wahr. (Ich liebe lange Sätze) Denn wir hatten uns kaum warmgespielt, betrat ein älteres Ehepaar den Platz. Uns wurde gleich klar: „Das war’s leider für heute“ und „für morgen werden wir gleich reservieren“. Der Platz liegt erst ab 17 Uhr im Schatten und um 18:30 Uhr ist es bereits schon zu dunkel um zu spielen. Pro Tag kann man also nur 1.5 Stunden Tennis spielen.

Das Nachtessen nahmen wir bei einem „da müssen wir wieder hin“-Restaurant an der Einkaufsmeile ein, diesmal war es aber nicht mehr so gut wie vor wenigen Tagen. Lag wohl an der Wahl eines anderen Menues.