Unser erster Sonnenbrand

Gut hatten wir geschlafen, richtig gut. Das Aufstehen war trotzdem mühsam. Doch wir mussten, denn Frühstück gibt’s nur bis 10 Uhr. Nach dem Auspacken sassen wir um halb 10 unter dem grossen Strohdach- Pavillon in Strandnähe und füllten unsere Bäuche. Danach ging es für den Rest des Tages an den Strand. Wir gingen gleich aufs Ganze und platzierten uns auf den Liegestühlen an der Sonne. Im Frühling haben wir uns ja schon etwas vorgebräunt, dachten wir dabei. Es ist ein schöner Sandstrand. Ein seltenes Bild auf dieser Vulkaninsel.

Während Valentina ihre Liege kaum verliess, ging ich natürlich gleich ins Wasser zum Schnorcheln. Die ersten Meter sind noch purer Sand, danach fängt es bald an mit Wasserpflanzen. Voller Erwartungen schwamm ich mit Flossen, Schnorchel und Taucherbrille immer weiter raus. Bald kommt das Saumriff, dachte ich. Denkste! Das Land war immer weiter weg. Nach geschätzten 600 Metern war immer das Wasser immer noch knapp 1.5 Meter tief und vom Riff war noch lange nichts zu sehen. Leicht enttäuscht kehrte im zum Strand zurück, wo Valentina schon voller Sorgen am Ufer stand. Sie hatte schon richtig Angst um mich, denn ich war so weit draussen, dass sie mich über eine halbe Stunde nicht mehr sehen konnte. Sie hätte am Liebsten einen Suchtrupp losgeschickt. Sie konnte ja noch nicht wissen, dass man so weit raus noch stehen konnte.

Lange konnte ich nicht im Liegestuhl liegen. Schon bald war der Drang das Wasser zu erforschen wider grösser, denn auch zwischen den Wasserpflanzen in Ufernähe hat es interessante Lebewesen zu entdecken. Diesmal nahm ich auch die Kamera mit.

Es gab pizzatellergrosse Seesterne aller Farbvarianten! Und viele solcher schlangenähnliche, farbige Seegurken. Die grösste hatte eine länge von über zwei Meter. Anemonen, Weichkorallen (z.B. Xenien), und farbige Schwämme konnte ich auch sichten, sowie verschiedene Fische.

Gegen den späten Nachmittag konnte ich es mir trotzdem noch auf dem Liegestuhl bequem machen und las mein Buch weiter, denn das lange Schnorcheln hat mir schon einwenig den Rücken verbrannt. Auch Valentina hat etwas rote Stellen. Bei Ihr sieht man genau, wo beim Eincremen welche Stellen vernachlässigt wurden.

Um 17 Uhr wagten wir uns auf den Tennisplatz. „Der Ball darf auch zweimal den Boden berühren“, hatte Valentina beschlossen, denn bei dieser Hitze schnelle Bewegungen auszuführen, war dann schon zu viel!

Von unserem Hotel aus müssen wir nur wenige Meter laufen, dann kommt ein Restaurant nach dem anderen. Wir entschieden uns für etwas gehobene Klasse, schliesslich haben wir ja Ferien! Für bequemes Sitzen und schönes Ambiente bezahlen wir gerne wenige Rupiah mehr.
Wir hatten etwas typisch Balinesisches ausgesucht. Als Vorspeise gab es Knoblauch-Brot, Suppe mit Entenfleisch und Bananenstern. Zum Hauptgang gab es eine Platte in der Mitte, mit vielen kleinen Portionen. Jede Portion in frische Bananenblätter-Körbe präsentiert; Knoblauch- und normaler Reis, Rind, Huhn, Shrimps, Kartoffelrollen, Spinat (Algen?) und verschiedene Saucen. Als Dessert liessen wir und frittierte Bananen mit Schokoladensauce und geraffeltem Käse servieren. Alles war sehr lecker!
Vorspeise, Hauptgang, Dessert, Getränke und Kaffee, inkl. Taxen uns Trinkgeld: Alles für nur 55 Franken!