Welcome to the Jungle

Heute gab es mehr Regen als Sonnenschein. Aber weil es hier auch bei Regen noch gleich heiss ist, machte es uns nichts aus. Wir hatten auch Glück, denn immer wenn wir zu Fuss unterwegs waren, hatte es maximal einen kleinen Nieselregen.

Mit den Trecking-Schuhen an den Füssen ging es mit dem Sammeltaxi die lange Strecke um die halbe Insel an die Westseite. Hierbei hatten wir schon das Spektakel des Tages: Eine junge Frau verfolgte das Taxi auf dem Roller und überholte links und rechst um bei 50km/h am Fenster mit dem Fahrer zu reden (geht hier ja gut ohne Helm). Wir denken, dass es sich hierbei um seine (zukünftige) Exfreundin handelte. Sie bremsten sich gegenseitig immerwieder ab und wir sahen es eigentlich schon „Chlöpfen“. Irgendwann wurde es auch dem Fahrer zu bunt (denn er hatte ja Kundschaft auf der Ladefläche) und liess uns umsteigen in ein anderes Sammeltaxi.

Tagesziel war heute der Hin Lad Wasserfall. Doch bis dorthin war es noch ein langer Weg. Zuerst zwei Kilometer der Querstrasse entlang zum „Waldrand“, dann eine Stunde den Hang hinauf durch den Jungle. Die Wanderung war amüsant, denn Valentina klatschte immer wieder in die Hände, und versuchte damit alle Tiere (vor allem Schlangen) zu verscheuchen. Es hat auch geklappt, denn beim Hin- sowie auch beim Rückweg, hatten wir ausser Schnecken, grössere Tausendfüssler und Raupen keine Tiere gesehen. Erst als ich beim Wasserfall ein Stück alleine weiter bin, konnte ich einen Skorpion aufspühren und auch fangen:

Der Wasserfall selbst war nicht spektakulär. Es lag warscheinlich auch daran, dass Regenzeit ist und er viel und vor allem schmutziges Wasser führt.

Dennoch hat sich die Wanderung gelohnt, denn sie bot uns einen aussergewöhnlichen Einblick in die Flora eines thailändischen Waldes. In der Schweiz kann man sich ja nicht hinter Baumwurzeln verstecken…

Zurück in der Zivilisation hatten wir ein richtiges Thai-Restaurant gefunden. Hier war die Speisekarte nicht übersetzt und die Bedienung sprach kaum englisch. Zum Glück hatte die Karte noch Bilder und das Personal verstand „not spicy“ und „no fish“.

So sah die Karte aus:

Vali’s Abendessen:

das bekam ich als erstes:

und weil es mir nicht schmeckte, das als zweites:

Die zwei eierförmige, weisse Dinger waren Brätkügelchen, ich war am Anfang aber auch nicht sicher ob ich reinbeissen soll, denn ich dachte zuerst an was anderes Zwinkernd
So günstig hatten wir noch nie gegessen! drei Abendessen, ein Cola und ein Bier für 220 THB (mit Trinkgeld), dass sind nicht einmal 7 Franken! Sobald man dort isst, wo die Thais essen, ist es unglaublich günstig.

Wenn es nach Vali gehen würde, hätte Boby heute einen Bruder und eine Schwester gekriegt: