1000 Tage

Heute vor genau 1000 Tagen haben wir uns zum ersten Mal geküsst. Ja, ich zähl das!

Zur Feier des Tages machten wir zuerst das, was wir am Morgen am liebsten machen: Ausschlafen. Wir liessen das Morgenessen sausen und schliefen bis am Mittag. Doch warum muss gerade heute Morgen vor unserem Bungalow der Boden mit neuen Steinen eingeklopft werden?!

Die erste Malzeit nahmen wir in einem kleinen Bistro am Strand ein. Heute liessen wir das Baden mal aus und schlenderten am Strand entlang und amüsierten uns an den etwas deutsch sprechenden Verkäuferinnen; „Ja nehmen du drei, dann du glucklich und ich auch glucklich.“ Hier hat es zurzeit wenig Touristen und daher sind wir fast die einzigen, die an diesen Verkaufsständen vorbeilaufen. Wie hungrige Geier werden wir von allen Seiten angesprochen. Unser Fehler war es, dass wir bei einem Stand etwas kauften. Andere Verkäufer sahen unsere Kaufkraft und zerrten uns fast zu ihren Ständen.

Um 15 Uhr wurden wir abgeholt. Ich habe uns für heute etwas Spezielles ausgesucht. Als erstes ging es an die südliche Westküste. Hier ist eine hohe Klippe vor dem sehr schönen Meer. Wir genossen die Aussicht auf den Tempel Pura Luhur Uluwatu, der direkt am Rande der gut 100 Meter hohen Klippe steht, und besuchten diesen dann auch.

In der Nähe des Tempels war eine kleine Arena, in der uns der Feuertanz aufgeführt wurde. Während einer Stunde machten 47 Männer Musik, nur mit ihren Stimmen, während verschiedene farbige Figuren eine Geschichte erzählten. Mich hat es sehr beeindruckt, wie diese Männer pausenlos die kräftigen monotonen Laute von sich gaben.
Von dieser Arena aus hatten wir schöne Sicht auf den Tempel, die Klippe und das schöne weite Meer, auf dem viele Fischerboote auf dem Nachhauseweg waren, während die Sonne langsam unterging.

Nach diesem Kechak-Tanz wurden wir an den Strand bei Jimbaran gebracht, an dem schon unser reservierter, vorderster Tisch am schönen Sandstrand wartete. Es gab feines Balinesisches Essen und einen schöne Stimmung dazu. Eigentlich hatte man mir versprochen, hier während dem Essen den Sonnenuntergang geniessen zu können, doch die Sonne war schon lange hinter dem Horizont schlafen gegangen. Dafür gab es Feuerwerk, denn hier kommen alle Balineser hin, um wichtige Feste zu feiern. Es gab auch Livemusik einer Band, deren Gesang aussergewöhnlich gut war! Wir geniesten unseren romantischen Abend, und sahen den Wellen zu, die Kraftvoll auf den Strand aufschlugen. Zwei junge Hunde rannten dauernd verspielt am Strand entlang und am Horizont tauchten immer wieder Flugzeuge auf, deren Landung auf den Flughafen wir auch sehen konnten.