„Bei Bali hat es so eine Insel, dort soll es sehr schön sein“, hatte Valentina mal beiläufig gesagt, kurz vor unseren Ferien. Welche Insel sie genau meinte, wussten sie nicht. Also hatte ich für heute eine Katamaran-Tour auf die Insel Nusa Lembongan gebucht.
Um acht Uhr wurden wir abgeholt und zum Hafen gebracht, wo wir kurz nach halb neun an Board des Katamarans durften.. Nebst uns haben auch noch etwa 10 andere Paare diesen Ausflug gebucht. Sie kamen aus Japan oder Südkorea und verbringen hier ihre Flitterwochen. Wir waren die einzigen Europäer. Während der 90 Minuten Hinfahrt wurden wir mit Früchten, Kuchen, Kaffee und Tee versorgt. Es ging jedoch nicht lange, und ich war noch der einzige, den das schaukelnde Boot nicht in den Schlaf gewippt hat, denn ich wollte heute noch mein Ferienbuch zu Ende lesen.
Mit einem Glasbodenboot durften wir die letzten Meter bis zum Strand überbrücken. Durch den Glasboden konnten wir die ersten Fische und Korallen sehen.
Am Strand angekommen machten wir uns für das erste Programm bereit; Schnorcheln. Wir fassten die Flossen, Schnorchel und Taucherbrille und wir wurden mit dem gleichen Boot zu einem schönen Riff gefahren mit vielen bunten Fischen und Korallen. Doch leider war die Zeit zum Schnorcheln sehr knapp bemessen und wir mussten bald wieder zurück auf die Insel.
Vor dem Mittagessen durften wir noch für eine kleine Runde auf dem Bananenboot mitfahren.
Der Strand auf dieser kleinen Insel hat den schönsten Sand, denn ich je gesehen hatte. Ganz weiss und sehr feinkörnig. Dadurch wirkt das Wasser ganz klar und hat eine schöne Farbe.
Nach dem Mittagessen wurden wir mit kleinen Transportern zu einem Dorf gebracht. Dort durften wir die, ich sage zu ihr mal „Algenfabrik“, besichtigen. An Schnüren werden höhere Algen gebunden und eine Zeit ins Meer gelegt. Die Algen wachsen und werden abgeerntet und in der Sonne getrocknet. Sie werden anschliessend zum Beispiel nach Amerika verschifft, wo aus ihnen Bestandteile für Kosmetik oder Gelatine hergestellt wird. Also was wir täglich auf unser Gesicht schmieren, lag wahrscheinlich mal hier auf dem dreckigen Boden.
Bevor wir zurückfuhren, besichtigten wir noch das „Underground House“. Ein Haus, das im letzten Jahrhundert von einem einzigen Mann im Boden erbaut wurde. Es waren kleine Räume mit kleinen Gängen dazwischen, aufgebaut wie ein Labyrinth, wenige Meter unter der Erde.
Das war unser kleiner Inselbesuch und es ging wider mit dem Katamaran zurück. Da wir nun in Windrichtung fuhren, liess der Katamaran zusätzlich zum Motor noch die Segel hiessen, so dass die Rückreise schneller ging als die Hinreise.
Wir machten uns in den Liegestühlen an Deck gemütlich und genossen noch die abendliche Wärme, die auf dem offenen Meer sehr angenehm war.











