Heute war der letzte richtige Ferientag. Wir starten ihn mit zwei Stunden Autofahrt! Es ging zuerst der Küste entlang nach Westen, bevor unser Fahrer über die hügelige, schöne Landschaft, am Vulkan Agung vorbei, nach Tulamben weiterfuhr.
Für heute habe ich richtige Tauchgänge gebucht, ganze drei an der Zahl. Tulamben gehört zu den beliebtesten Tauchplätzen hier auf Bali. Valentina war ein richtiger Schatz und begleitete mich, mit Schnorchelausrüstung im Gepäck.
Im Westen vom Bali hat es keine Sandstrände. Schwarze, grössere Vulkansteine, die das Wasser mit der Zeit abgerundet hat, liegen hier in Ufernähe. Das Tauchen war etwas ganz anderes, denn der Boden war schwarz und so standen die Korallen und Fische in einem ganz anderen Licht. Der erste Tauchgang war hier zum Aufwärmen. Wir waren drei Taucher; Tauchlehrer, ein Frischling und ich.
Der zweite und dritte Tauchgang war beim Wrack „USAT Liberty“, Es ist ein Frachtschiff, das im zweiten Weltkrieg durch Torpedos beschossen wurde und am Strand auf Grund lief. Das Erdbeben von 1963 rüttelte das Wrack ins Meer hinaus, wo es kippte. Heute liegt es zwischen 5 und 30 Meter tiefe, ist schon sehr zerfallen und komplett mit Korallen überwachsen. Während wir beim zweiten Tauchgang das Wrack mehrheitlich umtauchten, durfte ich beim dritten Tauchgang einwenig ins Innere tauchen. Von einem Schiff erkannte ich wenig. Es sah eher nach einem Eisenhaufen aus. Doch die Vielfalt an Fischen uns Korallen war enorm. Sogar grosse, zwei Meter lange Napolenfische kreuzten unseren Weg und schwammen in geringem Abstand an uns Vorbei. Auch ein langer Barracuda und Makrelen, beide Arten auch um die zwei Meter gross, sahen wir von nahem. Nur Heie und Rochen tauchten heute leider nicht auf. Dafür konnte ich einen ausgewachsenen, etwa 70cm langen Drückerfisch beobachten, wie er mit seinem starken Kiefer die Korallen abbiss und frass. Diesen Fisch darf man nicht ärgern, denn er kann dir schnell und ohne grosse Mühe einen ganzen Finger abbeissen.
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Valentina hat während unserem zweiten Tauchgang geschnorchelt und die kleineren Fische in Strandnähe beobachtet. Sie hätte auch das Wrack sehen können, das nur 30 Meter vom Strand weg ist und der höhere Teil nur etwa 5 Meter tief lag. Doch ihr waren die langen Aale in Wracknähe, die aus dem schwarzen Sandboden ragten, gar nicht angenehm. Während dem dritten Tauchgang genoss sie noch ausgiebig die Sonne auf der Liege und widmete sich ihrem Buch.
Hier ein kleines Video aus dem Netz, das das Tauchen um das erwähnte Wrack zeigt: